Für einen anderen Umgang mit Mensch und Natur

Verene Pinta, Listenzweite auf der KPÖ-Landesliste, mit Spitzenkandidat Franz Kral

Spitzenkandidatin der KPÖ im Wahlkreis 4 (Bezirk Gänserndorf) bei der nö Landtagswahl am 9. März 2008 ist die Tierpflegerin Verena Pinta (Jahrgang 1978) aus Strasshof, sie kandidiert auch an zweiter Stelle auf der Landesliste der KPÖ. Weiters kandidieren für die KPÖ im Wahlkreis Gänserndorf der Angestellte Alexander Beran (Jahrgang 1952) aus Strasshof und die Grafikdesignerin Dunja Pinta (Jahrgang 1971) aus Ollersdorf. Das Motto „Man kann den Fortschritt und moralischen Wert einer Gesellschaft daran messen wie sie mit ihren Tieren umgeht“ von Mahatma Ghandi ist für Verena Pinta auch für ihr politisches Engagement maßgeblich: „Von diesem Fortschritt sind wir noch weit entfernt, da im herrschenden Neoliberalismus ja nicht einmal mit Menschen moralisch wertvoll umgegangen wird“, so ihre Kritik. „Wir zerstören unsere Lebensräume, beuten Lebewesen aus und messen alles nur daran, was es bringt und was es leisten kann – alles im Sinne der Wirtschaft und des Profits. Ich fordere eine andere, bessere Welt in der wir uns der falschen Werte entledigen. Ich fordere Achtung vor Mensch, Tier und Umwelt. Ich fordere Lebensqualität statt Überlebenskampf“ Weil sie eine bessere Welt für möglich hält kandidiert Pinta bei der Landtagswahl für die KPÖ als soziale und linke Alternative zu den etablierten Landtags- und Parlamentsparteien. Als ein Beispiel für den hemmungslosen Umgang mit Mensch und Natur kritisiert die KPÖ die zunehmende Belastung der Bevölkerung entlang der stark befahrenen Transitstraßen, in der Umgebung von Gewerbe- und Industriezonen und im Bereich der An- und Abflugschneisen von Flughäfen durch gesundheitsgefährdenden Lärm und Abgase. Infrastrukturminister Faymann (SPÖ) und Umweltminister Pröll (ÖVP) weigern sich jedoch hartnäckig die EU-Lärmschutzrichtlinie auf nationaler Ebene umzusetzen und sind sogar bei der Erstellung einer Bestandsaufnahme säumig. Die KPÖ sieht die Problematik jedoch grundsätzlich: „Es gilt zu hinterfragen, welches Ausmaß von Mobilität überhaupt sinnvoll ist und wo dieses in unserer Speed-Gesellschaft längst überschritten wurde“, so Pinta. Das betrifft etwa auch die im Maastricht-Vertrag und auch in dem jetzt diskutierten EU-Vertrag verankerten vier Grundfreiheiten der EU verbunden mit der Niederlassungsfreiheit und dem Binnenmarktkonzept, das ein explosives Wachstum des Verkehrs – vor allem auf der Straße und in der Luft – zur Folge hat, während umweltfreundlicher Verkehr auf der Schiene oder am Wasser stagniert oder gar rückläufig ist.