Infos zum Heizkostenzuschuss

Pressestelle - Niederösterreich

10. Januar 2026

Die wichtigsten Infos auf einen Blick: Das Land NÖ vergibt 150 Euro Heizkostenzuschuss, die Stadt St. Pölten stockt diesen um 300 Euro auf (Brennstoff-Aktion).

Antrag bis 31. März stellen: Der Antrag erfolgt persönlich bei der städtischen Sozialhilfe(Adresse: Heßstrasse 6, 2. OG), Dienstag & Donnerstag 9-11 Uhr.

Voraussetzung ist: Hauptwohnsitz in St. Pölten (mind. 6 Monate) und ein Einkommen unter dem Ausgleichszulagenrichtsatz (Alleinstehende unter € 1.273,99 brutto, Paare unter € 2.009,85, pro Kind + € 196,57, pro zusätzlichem Erwachsenen + € 735,86)

Nicht vergessen; Mitzubringen sind Einkommensnachweise, Bankverbindung (IBAN, BIC), ggf. Aufenthaltstitel bzw. Schul-/Studiennachweis für volljährige Kinder.

Hier finden sich alle genauen Informationen zum Heizkostenzuschuss des Landes Niederösterreich.

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Die Energiekosten steigen rasant und das spüren viele Menschen ganz konkret in ihrem Alltag. Anrainer:innen erzählen, dass sie kaum noch heizen – aus Angst vor hohen Nachzahlungen. Wenn Menschen mit Haube und Schal die Wohnungstür öffnen, zeigt sich deutlich, wie sehr die Teuerung bereits in den eigenen vier Wänden angekommen ist. Wohnen wird zur Belastung, Wärme zum Luxus.

Stadt und Land lassenMenschen im Kalten sitzen

Dabei gibt es Unterstützungen wie den Heizkostenzuschuss und die Brennstoffaktion. Das Land Niederösterreich unterstützt mit 150 Euro, und die Stadt stockt mit zusätzlichen 300 Euro den Heizkostenzuschuss auf. Soweit so gut. Doch die SPÖ-geführte Stadt informiert schlecht darüber. Viele wissen gar nicht, dass es diese Hilfen gibt. Wer einen Antrag stellen will, stößt auf massive Hürden: Das geht nur persönlich, nicht online. Das Sozialamt ist aber nur Dienstag und Donnerstag von 9 bis 11 Uhr geöffnet. Das wirkt nicht so, als wäre es Stadt und Land wichtig, dass Unterstützung tatsächlich ankommt. Es ist unverständlich, warum ein persönlicher Amtsbesuch notwendig ist, um einen Antrag zu stellen.

KPÖ fordert: Eine SozialCard stattBürokratie und Hürden

Die KPÖ fordert daher eine SozialCard für St. Pölten. Diese soll Menschen mit niedrigem Einkommen automatisch Zugang zu allen Unterstützungen ermöglichen – ohne komplizierte Anträge und unnötige Amtswege. Ergänzt durch Ermäßigungen in städtischen Betrieben, wäre soziale Unterstützung damit endlich einfach und zugänglich. In Graz, Linz und Salzburg ist dieses Modell längst Realität. Sogar im von der ÖVP regierten Tulln gibt es schon eine SozialCard. St. Pölten hinkt hier hinterher.

Solange die Stadt nicht informiert, macht es die KPÖ selbst

Solange es diese SozialCard in St. Pölten nicht gibt, wird die KPÖ selbst aktiv. In den kommenden Wochen informieren Aktive der KPÖ auf eigene Faust in den Wohnsiedlungen im St. Pöltner Norden über den Heizkostenzuschuss. Denn Unterstützung, die nicht ankommt, hilft niemandem.