SozialCard Jetzt: Damit St. Pölten niemanden zurücklässt
Pressestelle - Niederösterreich
31. Dezember 2025
Warum wir eine Sozialcard brauchen
Die Teuerung belastet immer mehr Menschen – auch die, die früher mit ihrem Einkommen gut ausgekommen sind, kommen jetzt finanziell immer mehr unter Druck. Besonders Familien mit Kindern, Alleinerziehende und Mindestpensionist:innen spüren, wie schnell Mobilität, Kultur oder Sport zu einem Luxus werden. Viele andere Städte zeigen bereits: Eine Sozialcard kann hier rasch und wirksam helfen.
Was eine Sozialcard eigentlich ist
Eine Sozialcard bündelt verschiedenen Unterstützungsangebote für Menschen mit geringem Einkommen an einer Stelle. Das erleichtert den Alltag, spart Zeit und reduziert den bürokratischen Aufwand – sowohl für Betroffene als auch für die Stadt.
Mit einer Sozialcard könnten Bürger:innen z. B. profitieren von:
- günstigeren oder kostenlosen Öffi-Tickets
- niedrigeren städtischen Gebühren
- leistbaren Freizeit-, Kultur- und Bildungsangeboten
- niedrigeren städtischen Gebühren
- leistbaren Freizeit-, Kultur- und Bildungsangeboten
- leistbaren Freizeit-, Kultur- und Bildungsangeboten
Gerade für Familien wäre das eine enorme Entlastung: Ein Schulstartpaket, Ermäßigungen für Sportvereine oder Schwimmkurse stellen sicher, dass Kinder nicht auf wichtige Erlebnisse verzichten müssen.
Schnelle Hilfe statt komplizierter Amtswege
Max Zirngast von der KPÖ betont, wie wichtig unkomplizierte Unterstützung ist: „Viele Menschen kämpfen sich durch endlose Formulare und geben irgendwann auf. Eine Sozialcard hilft sofort – ohne Warten und ohne Hürden.“ Sie bietet direkte Entlastung und erspart Betroffenen den Stress mit mehreren verschiedenen Anträgen.
Andere Städte machen es längst vor
Ob Graz, Linz, Salzburg oder sogar Tulln – in vielen Städten gehört die Sozialcard längst zum Standard. Sie wird tausendfach genutzt und hilft nachweislich. Das zeigt klar: Was fehlt, ist der politische Wille, auch in St. Pölten ein modernes, soziales und bürgernahes Angebot einzuführen.
Beispiele aus anderen Städten: So funktioniert eine Sozialcard
Graz
Die SozialCard Graz ermöglicht Menschen mit geringem Einkommen eine Jahreskarte für die Öffis um nur 50 Euro. Außerdem gibt es Zuschüsse zum Schulstart, Unterstützung bei Energie- und Lebenshaltungskosten sowie Zusatzangebote wie einen gratis Friseur.
Tulln
Hier gewährt die SozialCard Ermäßigungen bei städtischen Gebühren, freien oder stark vergünstigten Eintritt in Hallenbad, Eisbahn oder Kunsteisbahn, günstigere Musikschul- und Volkshochschulgebühren, ermäßigte Schulessen und vergünstigten Zugang zu Freizeit- und Kulturangeboten. Für viele Angebote zahlen Kinder gar nichts.
Linz
Der Aktivpass in Linz richtet sich an Menschen mit geringem Einkommen — unter 1.547 Euro netto pro Monat (2024). Mit ihm gibt es verbilligte Monats- oder Jahreskarten für die Öffis, vergünstigte Eintritte in städtische Bäder, Museen, Bibliotheken und Ermäßigungen bei Kulturveranstaltungen. Fast 27.000 Linzer:innen nutzen ihn bereits.
Salzburg
Mit der Aktiv:Karte Salzburg (bzw. Aktiv:KartePLUS) erhalten Menschen mit geringem Einkommen Zugang zu einem stark vergünstigten, lokalen Klimaticket (nur 50 Euro). Zusätzlich gibt es Vergünstigungen bei Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten. Damit soll soziale Teilhabe erleichtert werden.