Sozial. Ohne wenn und aber. Tulln für alle!
Pressestelle - Niederösterreich
7. Januar 2025
In Tulln ist es höchste Zeit, soziale Themen ins Zentrum der politischen Arbeit zu rücken. Unsere Stadt muss für ALLE lebenswert sein – nicht nur für jene, die es sich leisten können.Tulln kann und muss eine sozial gerechtere Zukunft gestalten – ohne Wenn und Aber.
Leistbares und qualitatives Wohnen
Wohnen ist ein Grundrecht und darf Menschen nicht in die Armut treiben. In Tulln gibt es nur etwa 330 Gemeindewohnungen – bei 300 bis 400 offenen Anmeldungen auf der Warteliste. Der Bedarf ist offensichtlich, doch eine Gemeindebauoffensive fehlt gänzlich. Dabei könnten mehr Gemeindewohnungen nicht nur den Bedarf decken, sondern auch den allgemeinen Mietpreis senken.Die aktuellen Hürden am Wohnungsmarkt sind enorm: Für Genossenschaftswohnungen sind hohe Eigenmittel erforderlich und private Mietverträge verlangen Kautionen, die mit steigenden Mietkosten ebenfalls in die Höhe schießen. Der Wohnort hängt damit immer stärker vom Einkommen und Vermögen ab: Höchste Zeit etwas dagegen zu unternehmen.
Unsere Forderungen für Tulln:
Leistbare und ökologische Energieversorgung
Die Energiekosten steigen seit Jahren dramatisch, 2025 werden auch noch die Netzgebühren erhöht. Gleichzeitig hängen die Möglichkeiten, günstig und ökologisch Energie zu nutzen, oft vom Einkommen ab. Investitionen in Photovoltaik oder Wärmepumpen können sich viele nicht leisten. Gleichzeitig haben Mieter*innen keinen Einfluss darauf, wie ihr Zuhause geheizt wird oder ob Dachflächen für Solarenergie genutzt werden. Ausgerechnet in Gemeindebauten, wo die Stadt direkten Einfluss hat, finden sich 2024 noch Heizsysteme, die auf Gas, Strom oder sogar Öl basieren – ein unhaltbarer Zustand.
Unsere Forderungen für Tulln:
Soziale Teilhabe fördern
Die steigenden Lebenshaltungskosten erschweren zunehmend die soziale Teilhabe. Gleichzeitig sind jene, die gesellschaftlichen Mehrwert schaffen – sei es durch Lohnarbeit oder Ehrenamt – oft mit schlechten Arbeitsbedingungen und steigendem finanziellen Druck konfrontiert. Soziale Einrichtungen und Vereine bleiben von den Folgen der Preissteigerungen nicht verschont und kämpfen um ihren Fortbestand.
Unsere Forderungen für Tulln:
Kommunalpolitik neu denken
Politische Entscheidungen dürfen nicht hinter verschlossenen Türen getroffen werden. Tulln betrifft uns alle – daher braucht es Transparenz und aktive Einbindung der Bürger*innen in Entscheidungsprozesse, nicht nur kurz vor der Wahl.Gleichzeitig endet Verantwortung nicht an der Gemeindegrenze. Herausforderungen wie Raumplanung und Umweltschutz können nur durch regionale Zusammenarbeit bewältigt werden. Der Konkurrenzkampf zwischen Gemeinden um Kommunalsteuern verhindert dies immer wieder: Während es in einem Ort Leerstand gibt, wird andernorts Boden neu versiegelt. Es geht aber auch anders: Einnahmen solidarisch in interkommunalen Verbänden aufteilen und gemeinsame Ziele in den Fokus rücken.
Unsere Forderungen für Tulln: