Wer bei der WET-Gruppe wohnt, sollte genau auf die Rechnungen schauen

Pressestelle - Niederösterreich

19. Januar 2026

Massive Mietsteigerungen bei Gemeinnützigen

Die WET-Gruppe ist mit 22.500 Wohneinheiten der größte gemeinnützige Wohnbauträger Niederösterreichs. Ihre Geschäftspraktiken stehen zunehmend in der Kritik. Mieter einer Wohnanlage in Traismauer berichteten von Mietsteigerungen von bis zu 69 % innerhalb von eineinhalb Jahren. Der Fall landete vor Gericht.

Beschwerden aus mehreren Bezirken

Ähnliche Fälle wurden aus dem Bezirk Korneuburg bekannt. In Enzersfeld wurde die Miete innerhalb eines Jahres gleich drei Mal erhöht. In Stockerau beklagten sich Bewohner:innen über lange unbehandelte Schäden, notwendige Kleinreparaturen und einen ignorierten Wasserschaden im Keller.

Politische Verantwortung der Gemeinnützigen

Gerade bei den gemeinnützigen Wohnbauträgern gibt es eine besondere politische Verantwortung. Sie sollen leistbaren Wohnraum sicherstellen und dürfen nicht auf Kosten der Mietenden Gewinninteressen verfolgen. Fälle wie diese werfen auch politische Fragen auf.

Politische Reaktion und Unterstützung

KPÖ-Spitzenkandidat Max Zirngast war persönlich in einer WET-Wohnanlage im Norden von St. Pölten vor Ort. Bewohner:innen der Heimito-von-Doderer-Straße berichteten von hohen Nebenkosten.

Forderungen für mehr Schutz der Mieter

Die Vorfälle zeigen, dass es dringend mehr Transparenz und Kontrolle im gemeinnützigen Wohnbau braucht. Mieter:innen müssen Schutz vor willkürlichen Preiserhöhungen und Vernachlässigung von Reparaturen erhalten.