Fehlende „Reinlichkeitserziehung“

Fäkalien begleiten uns unser ganzes Leben. Gerade eben sitze ich in einem netten und guten Restaurant, und darf beobachten wie ein Ehepaar, in Ermangelung eines entsprechenden Raumes, gemeinsam versucht, sein etwa ein Jahr altes Kind zu wickeln. Bei der Beobachtung deren Bemühungen kommt mir in den Sinn, dass die Reinlichkeitserziehung im physischen Bereich für gewöhnlich bei einem jeden Menschen über kurz oder lang erfolgreich verläuft.

Im Bereich der „Reinlichkeitserziehung“ im intellektuellen Bereich ist die Erfolgsquote deutlich geringer. Wie würde es sich sonst erklären, dass es eine erkleckliche Zahl von Menschen gibt, die beinahe täglich in der Öffentlichkeit verbale Fäkalien produzieren. Damit meine ich die rassistischen und sexistischen Phrasendrescher, die mit ihren mündlichen Auswürfen die (geistige) Umwelt verunreinigen und damit einen unappetitlichen Gestank hinterlassen.

Und passend zu meiner Beobachtung zu Beginn meiner Überlegung fällt mir auf, dass diese verbalen Dungproduzierer als Ort ihrer Notdurft auch gerne Gaststätten aussuchen, um dort ihre (un)-kontrollierten Entladungen hinzugeben. Sie nutzen diese Orte auch deshalb, weil sie dort am Biertisch durchaus auf Zustimmung stoßen und für ihr „gelungenes Kackerl“ von dem einen oder anderen Lob erhalten, während sich die anderen dezent wegdrehen und sich ihrem Essen widmen.

Lange Rede kurzer Sinn, ich bin für eine „geistige Reinlichkeitserziehung“, die den Rest der Gesellschaft vor den verbal-fäkalischen Übergriffen dieser Menschen schützt.

Roland W., NÖ